Abschied von Peru

Nun verabschieden wir uns nach nur 18 Tagen Aufenthalt von Peru, dem Land der Meerschweinchen und fliegen weiter in Richtung Japan. Unser Gedanke dabei war, dass wir endlich einmal richtiges Sushi kosten, das nicht länger als eine Tagesfahrt vom Meer entfernt serviert wird.

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Die Route

Nachdem wir den Machu Picchu erreicht hatten, beschlossen wir den Rest unseres Aufenthaltes zu improvisieren. Das Wichtigste war erledigt, nun folgt die Spontanität. Wir fuhren zurück nach Cusco und stiegen in den nächsten Bus in Richtung Küste. Ab diesem Zeitpunkt wurden wir den Rest der Reise immer von anderen Touristen, oder Einheimischen begleitet.

Hostel

Je näher man sich beim Machu Picchu aufhält, desto teurer wird alles. Die Preise für Unterkünfte starten bei 10 € und gehen bis ins unermessliche. Auch hier lautet die Devise: „Wer suchet, der findet“. Vom Europäischen Standard ist noch keine Spur, aber sie haben zumindest immer heißes Wasser und saubere Betten. Während unserem Aufenthalt haben wir nur ein einziges Hostel gesehen, dass wirklich unserem Standard entsprach und preislich in Ordnung ist. Aus diesem Grund haben wir beschlossen es zu empfehlen: Hostal Andenes

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Internet

In den Hostels ist die Verbindung der absolute Müll, aber bei Couchsurfing-Hosts ist es mit unseren Anschlüssen vergleichbar. Als Alternative gibt es einige Netzanbieter, die Prepaidkarten mit diversen Datenpaketen anbieten. Wir entschieden uns für Claro, wobei sich im Nachhinein Moviestar als besser heraus stellte. Die Sim-Karten gibt es überall zu kaufen und auch das Aufladen, sowie die Auswahl des geeigneten Paketes stellt kein Problem dar. Alle Shops sind klar und deutlich mit „Claro Aqui“ oder „Moviestar Aqui“ gekennzeichnet.

Die Mentalität der Menschen

Alles in allem hatten wir zwar nicht wenig Kontakt mit den Menschen, aber das Schreiben fällt mir wegen der Sprachbarriere recht schwer. Nicht zu bestreiten ist allerdings die Gastfreundlichkeit. Sie suchen den Kontakt zu Touristen, lachen sehr viel und reißen immer zu Witze. Mir kam vor, dass Geld zwar eine Rolle spielt, aber noch nicht denselben Stellenwert wie bei uns hat. Freizeit ist den Menschen sehr wichtig.

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Hier noch ein paar Statistiken die wir für euch zusammengestellt haben:

Peru Statistik

Öffentliche Verkehrsmittel

DSCF7667Sie sind sehr gut ausgebaut, aber wirkten für uns sehr unübersichtlich. Bis auf die Terminals gibt es keinerlei beschilderte Haltestellen. Wer etwas erreichen möchte, der schafft es nur mit starkem Winken. Achtet darauf, wen ihr um Hilfe bittet. Meistens wird man lediglich zu den etwas teureren Colectivos gelotst. Wer mit großen Rucksäcken reist, der läuft Gefahr für eine zusätzliche Person zahlen zu müssen. Es ist keine Seltenheit, dass ein Bus für 12 Leute mit 28 gefüllt wird und ein Rucksack nimmt ja schließlich viel Platz 😉 Leider haben die Meisten Busse keine Dachträger, geschweige denn einen Kofferraum und wenn sie einen hätte, dann würde er mit Menschen gefüllt werden.
Bus Transfers von einer Stadt zur anderen sind wie in Bolivien spontan am billigsten, jedoch nicht von, oder nach Cusco empfehlenswert, denn dort ist wegen Machu Picchu immer die Hölle los. Die Leute schreien auch hier im großen Stil herum, aber die Preise sind meist das Doppelte, von dem, was wir von Bolivien gewohnt waren.

Fazit über unseren Aufenthalt

Hat man erst einmal die Grenze überquert, fällt gleich auf, dass in den Städten viel mehr Geld vorhanden ist. Je näher der Küste, desto staubiger und trockener das Land. In Brasilien gibt es die Favelas, hier hingegen scheint alles zwischen den großen Städten diesem Look zu entsprechen. Bus Fahrten durch die Pampas, an alten kaputten Gebäuden vorbei, aus denen doch tatsächlich noch Leute heraus kommen und Wäsche auf hängen, sind keine Seltenheit.
Während in Bolivien vieles am Straßenrand und auf Kreuzungen verkauft wird, besitzt hier wirklich jeder ein Geschäft. Bei dem Versuch in den Geschäften zu handeln, stößt man oft auf Granit. Wenn ihr an einer Sehenswürdigkeit interessiert seid, dann fragt euch außerhalb vom Hotel herum, oder recherchiert erst im Internet, bevor ihr euch in der Lobby informiert. Preisnachlässe von bis zu 70% sind hier im großen Stil möglich.
Über die Sicherheit lässt sich streiten, doch wir wurden nie bedroht, oder fühlten uns nur annähernd unwohl. Das heißt allerdings nicht, dass man auf die Standardvorkehrungen verzichten sollte.
Bei einem Besuch im Machu Picchu empfehlen wir die Tickets mindestens 2 Wochen im Voraus zu kaufen. Dies mindert zwar die Flexibilität, aber sorgt für einen reibungslosen Aufenthalt ohne Sorgen. Solltet ihr nur 1-2 Wochen Zeit haben, dann würde ich den Zug von Ollantaytambo aus nehmen und mit der ersparten Zeit, Sandboarding, oder anderen Aktivitäten nachgehen.
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