Bye Bye Japan

Zurückblickend auf 21 Tage in Japan war es zwar kein Actionreicher Aufenthalt, aber dafür Kulturell sehr aufregend. Japan ist viel mehr, als Hightech Toiletten, Sushi, Karaoke und Tempel. Wir interessierten und viel mehr für die Leute. Wie sie leben. Wo sie essen. Was sie gerne machen. Na eben alles.

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Die Route

Wie immer gingen wir erst recht planlos an die Sache heran. Das Einzige, was im vorherein ausgemacht war, ist der Aufenthalt für die ersten paar Tage bei einem coolen Couchsurfer Pärchen in der Nähe von Tokio. Dank ihrer Hilfe hatten wir einen super Start und konnten gut abwiegen, was wir sehen wollen und was nicht.

Unterkünfte

Leider können wir darüber überhaupt nichts sagen, denn wir verbrachten jede Nacht bei Couchsurfern. Zwar mussten wir uns fast immer Gedanken um eine Notfallunterkunft machen, doch es ging immer alles gut. Zurückblickend auch irgendwie schade. Zumindest eine Nacht in den Kapselhotels, wäre ein super Erlebnis gewesen. Hier der Wikipedia Link, wer diese Art von Hotels nicht kennt: Link

Internet

Es wird so gut wie überall angeboten, doch meistens nur in Verbindung mit einem Handyvertrag, oder einem monatlichen Abonnement. Nur in den großen Bahnstationen vom JR-Train und in allen 7eleven war es kostenlos zugänglich. Wenn ihr überall Internet möchtet und nicht ständig von einem 7eleven zum anderen pendeln, dann mietet euch einen mobilen WiFi Router am Flughafen. Wir entschieden uns wegen dem Preis dagegen, wobei man dazu sagen muss, dass es im Nachhinein, außerhalb vom Flughafen keinerlei Möglichkeit mehr gab diesen Router zu bekommen. Prepaid Sim-Karten gibt es anscheinend nicht.

Die Mentalität der Menschen

Japaner zählen zu den freundlichsten Menschen überhaupt. Sie tun alles dafür, dass man sich wohl fühlt und helfen wo es nur geht. Wir hatten nie einen Moment, an dem wir uns unwohl, oder auch nur einen Hauch von unsicher fühlten. Stattdessen hatten wir manchmal eher ein schlechtes Gewissen wegen der vielen Hilfe, die wir bekamen und setzten alles daran uns zu revongieren.

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Körperhygiene

Mit einem jungen Japaner hatte ich einmal ein seltsames Gespräch über Körperhygiene. Er fragte uns am Abend, ob wir duschen wollen und ich lehnte dankend ab. Daraufhin wollte er wissen, ob wir keine sauberen Leute sind. Ich versuchte ihm dann zu erklären, dass wir im Sommer zwar jeden Tag duschen aber im Winter jedoch meist nur jeden 2. Tag. Für ihn war es absolut unverständlich, wenn jemand sich nicht jeden Abend wascht. Ein anderer Couchsurfer erklärte uns dann, dass ausnahmslos jeder abends erst duscht und danach noch 20-30 Minuten in die Badewanne sitzt. Für mich wäre das absolute Zeitverschwendung 😉

Toiletten

Jeder kennt diese Hightech Dinger, doch die Meisten hatten noch nie eine davon erlebt. Meine erste Begegnung fand ausgerechnet in einem MC Donalds statt. In der Eile hatte ich gar keine Zeit die Toilette genau zu betrachten, lies die Hose runter und setzte mich auf den heißen Stuhl. Die Klobrille war so verdammt heiß, dass ich mir beinahe den Hintern verbrannte. Wahrscheinlich war er der Streich eines erzürnten Mitarbeiters. Wie bereits gesagt, hatte ich es sehr eilig und wollte mich nicht erst mit den Hieroglyphen auf den Knöpfen befassen. Ich nahm 2 Klorollen, setzte mich auf diese und ging danach auf die unendliche Suche nach dem Spülknopf. Mal im Ernst, wer denkt schon daran, dass die vielen Knöpfe auf der linken Seite gar nichts damit zu tun haben und man stattdessen rechts neben dem Spülkasten einen mechanischen Hebel ziehen muss. Von der einen Seite fliegt man fast zum Mond und von der anderen ist es dann doch nur bis zur Nachbarschaft. Leider haben wir kein Foto von dem beschriebenem Klo, aber hier seht ihr die vielen Knöpfe auf der linken Seite.

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Hier noch ein paar Statistiken, die wir für euch zusammengestellt haben:

Japan StatistikÖffentliche Verkehrsmittel

Es gibt viele Möglichkeiten sich fortzubewegen. Die meisten Reisebüros empfehlen noch vor der Einreise einen Rail Pass zu kaufen. Er kostet zwar sehr viel und ist auf 7, 14, oder 21 Tage beschränkt, jedoch muss man sich damit keine Sorgen mehr um sämtliche Zugpreise machen.

Wir empfehlen aber viel mehr mit dem Bus von Stadt zu Stadt zu reisen. Er ist um vieles günstiger und online buchbar. Achtet hierbei aber immer auf die Reisezeit, denn die Ticketpreise variieren, wie bei Flügen.

Ein Couchsurfer empfahl uns größere Strecken zu fliegen. Nach kurzem Check müssen wir sagen, dass 30 € pro Person für einen Flug vom Norden in den Süden Japans sehr billig ist, aber die Gepäckbestimmungen machen es wieder umso teurer. Es sind reine Handgepäckflüge mit hohen Preisen für alles weitere. Irgendwie muss die Airline bei 30 € noch was verdienen, oder?

In den Städten sollte der Sparefuchs viel laufen, oder wenn möglich nur die U-Bahn verwenden. Sie ist etwas günstiger, als der Zug und wie zum Beispiel in Tokio meist auch kein Umweg. Wie ihr hier sehen könnt, sind sowohl die U-Bahn, als auch der Zug sind die Meiste Zeit über gerammelt voll.

IMG_3835In Kyoto ist es sehr wichtig noch bevor man den Bahnhof verlässt eine Tageskarte für den Stadtbus zu kaufen. Sie kostet momentan 500 Yen, was umgerechnet nur 3,80 € sind. Eine Einzelfahrt kostet hingegen 230 Yen / 1,70 € Lasst euch nicht verwirren, denn die Damen bei der Touristeninformation nennen es Hop-On Hop-Off Ticket. Bei längerem Aufenthalt empfehle ich gleich 2 pro Person zu kaufen, denn wir konnten diese Karte nur an der Kyoto Station finden.

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Fazit über unseren Aufenthalt

Japan ist das mit Abstand sauberste Land, in dem wir je waren. Zu unserer Verwunderung gibt es dafür aber viel zu wenig Müllkübel, was wiederum aus psychologischer Sicht einleuchtend ist. An einem Tag verbrachte ich 15 Minuten mit der Suche nach einem Kübel und fand anschließend kaum mehr zurück zu Corinna.

Für uns ist Japan ein Beispiel dafür, dass das System funktioniert viagra pharmacie ordonnance. In den Zügen wird kein Wort gesprochen. Wer nießt, bekommt sofort einen Bösen Blick zugeworfen. Was bei uns die Nase putzen ist, kann man hier nur mit einem Tuch abstreifen nennen. Geräusche dürfen schlicht und einfach keine Entstehen. Hm.. so ganz richtig ist das aber auch nicht, denn beim Essen wird ordentlich geschmatzt und  geschlürft. Während der Mahlzeit muss wohl eine Ausnahmesituation herrschen.

Den Leuten kann man an der Kleidung genau ansehen, was sie machen. Zum Beispiel gibt es eine einheitliche Kleidung speziell für Bewerbungsgespräche. Bei Frauen ist es ein schwarzer Knielanger Rock, ein schwarzer Blazer und eine weiße Bluse, sowie schwarze Schuhe mit leichten Absätzen. Bei so einem Konservativen Look ist es natürlich auch sehr wichtig, dass die Haare perfekt zusammen gebunden werden und wenn möglich die Brille zuhause bleibt.

Die Arbeitskleidung der Leute ist zum Großteil ein schwarzer Anzug, mit weißem Hemd und einer Krawatte. Erst nach vielen Jahren in derselben Firma, erlauben sich viele mit den Farben leicht abzuweichen. Ihr stellt euch jetzt sicher einen braunen, oder beigen Anzug vor, aber ich spreche viel mehr von schwarz mit Nadelstreifen, oder sehr sehr dunkles Blau.

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Manchmal, aber wirklich nur selten gibt es Querschläger, wie Punks, Rocker, usw. zu sehen. Ich hätte gerne gewusst, was die so beruflich machen, bzw. was sie für eine Einstellung zum Leben haben, aber nur sehr wenige Leute können Englisch. Die Quote der Englisch und Deutschsprachigen Japaner war bei uns 3:1. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet in Japan Deutsch eine beliebte Sprache ist und Englisch nur Mittel zum Zweck.

Alles in allem mochten wir Japan und speziell die Leute sehr gerne. Haben sie erst mal ihren Anzug mit gemütlicher Kleidung getauscht, sind auch sie wie ausgewechselt und offenbaren ihre gesprächige und lustige Seite.

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