Die Reise geht weiter…

Irland war für uns immer schon ganz oben auf der Liste, jedoch ergab sich nie die Möglichkeit dort hin zu kommen – bis heute. Planmäßig wollten wir einen Monat in Irland verweilen, um auch mal das Pub-Leben vollends auskosten zu können. Nachdem sich Corinna´s Bruder Marcel mit seiner Freundin Elina uns anschließten, beschlossen wir daraus eine 20 tägige Rundreise mit dem Auto zu machen.

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Am Flughafen angekommen und nach einer Wartezeit von ca. 4 Stunden wurde unser Flug aufgrund des schlechten Wetters gecancelt. Na toll! Nach langem hin und her bekamen wir 3 Tage später einen neuen Flug. Das hieß für uns ab nach Hause und in 3 Tagen wieder antanzen.

Als wir dann endlich in Dublin gelandet sind, schnappten wir den Mietwagen und machten uns auf den Weg zum Wicklow Nationalpark. Während von Dublin (Osten) bis nach Galway (Westen) nur knappe 2 Stunden vergehen, sind kürzere Distanzen weitaus zeitaufwendiger. Die Straßen werden je weiter man sich von einer Stadt entfernt immer schmäler und schmäler. Dazu kam, das Corinna aufgrund eines Buchungsfehlers als einzige die Ehre hatte, die nächsten 2,5 Wochen hinterm Steuer zu sitzen und zudem ihre Premiere mit dem links Fahren hatte.

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In Moone angekommen waren wir erst total von den Socken. Wer hätte gedacht, dass wir ein komplettes 4 Zimmer – Cottage für weniger als 70 € pro Nacht bekommen. Bei uns verliert man vergleichsweise 100 € pro Zimmer. Allerdings waren wir nicht zum Wohnen hier, sondern wollten auch etwas unternehmen.

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Am ersten Tag fuhren wir von Moone durch Hollywood 😉 nach Glendalough. Auf der Tagesordnung stand der Wicklow Nationalpark mit anschließendem chillen am Strand und zurück. Es ging nicht lange, bis wir von der Landschaft absolut begeistert waren. Wir befanden uns auf einer schmalen Straße, umzingelt von Bäumen, Büschen und endlosen Wiesen. Überall waren Kühe zu sehen, wodurch ich der Meinung bin, dass mehr Kühe, als Iren auf dieser Insel leben 😉

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DSCF0331DSCF0353Das Wetter war so schön, dass wir einstimmig den Strand, Brittas Bay vor zogen.

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Wer jetzt an Badeorte wie Mallorca, oder Rethymnon denkt, ist hier vollkommen falsch. Der Naturbelassene Strand ist wunderschön, aber das Wasser ist so eisig kalt, als würde es direkt von der Antarktis kommen. Dies hielt natürlich Marcel nicht davon ab hinein zu springen.

Zurückdenkend war das die wohl beste Entscheidung für einen super Start, denn im Nationalpark kam mir alles irgendwie bekannt vor. Rechts ging es steil nach oben und links war ein wunderschöner See in der Schlucht zu sehen. Alles erinnert meiner Meinung nach ein bisschen an die Heimat.

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DSCF0495-1Was wäre ein Besuch im Wicklow Nationalpark ohne Küssend vor der Berühmten „P.S. Ich Liebe Dich“- Brücke zu stehen. Nach kurzer Recherche hatte ich den Standort gefunden und lotste Corinna schnurstracks darauf zu. Dabei hatten wir es doch tatsächlich geschafft drüber zu fahren, ohne es zu merken. Die Suche lotste uns zu einer vollkommen anderen Brücke, aber zum Glück war Corinna die Fahrerin und kehrte sofort um. Ich hätte mich niemals daran erinnert, dass wir zuvor schon eine potentielle Brücke befuhren.

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Rund um Moone gibt es noch zahlreiche alte Gebäude, traumhafte Landschaften und natürlich jede Menge Kühe, Kühe und nochmal Kühe. Kein Wunder, dass hier das Rindfleisch so billig ist 😉

Wir hatten nur einen Tag für den Wicklow Nationalpark mit Umgebung Zeit und mussten früh morgens schon weiter nach Cork. Auf den Weg dorthin ließen wir allerdings fast keine Burg, oder Ruine zur Besichtigung aus.

Jerpoint Abbey

Ausgewählt hatte ich es, weil mich die Bögen an den Eingangbereich an Hogwarts erinnerte. Leider war es dann nicht wirklich so, sondern handelte sich um ein uraltes Kloster, welches aufgrund Habgier eines Königs vernichtet wurde. Damals musste jeder, der Mönch werden wollte, vorher ein großes Stück Land spenden. Im Laufe der Jahre kam hier einiges zusammen, was die habgierigen Könige dazu verführte ein hilfloses Kloster inklusive aller Mönche auszurotten.

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Rock of Cashel

Der 65 Meter hohe Berg, auf dem sie erbaut wurde, war zuvor als Sitz für Feen und Geister bekannt. Eine Familie eroberte die Gegend und beschloss darauf ihren Clansitz zu bauen. In dieser schönen landschaftlichen Kulisse wirkt die Burg majestätisch. Ich kann mir gut vorstellen, wie einige Kontrahenten bei ihrem Anblick eingeschüchtert wurden.

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Cahir Castle

Im inneren zeigen sie einen Film, der zusammen mit der Tour für einen sehr informativen und aufschlussreichen Nachmittag sorgen. Leider war kein Guide mehr verfügbar, doch wir durften trotzdem noch alles erforschen und nachlesen. Es wurde sehr viel Visuelles geboten, wie zum Beispiel eine Schlacht um die Burg im Miniaturformat. Für mich war es die mit Abstand interessanteste Burg überhaupt. Lasst sie auf keinen Fall aus.

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Nach so viel Kulturellem war es aber endgültig Zeit zu unserem Hostel in Cork zu fahren.

 

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