Eine kulinarische Reise durch Tokio

In den nächsten Tagen fuhren wir noch 2 weitere Male nach Tokio und sahen uns den Imperial Garden und weitere Tempel, sowie Schreine an. Alle waren auf ihre Weise super und eine Architektonische Meisterleistung, doch ehrlich gesagt hatten wir Irgendwann die Nase voll und wollten etwas anderes erleben. Wieso also nicht unseren Kulinarischen Horizont erweitern. Wieso nicht mehr von den typisch Japanischen Dingen machen. Wieso..

DSCF9770-1

Unsere Couchsurfing Hosts, Bryan und Teigan waren uns dabei sehr behilflich. Zwar stammen sie nicht aus Japan, aber man sagt, dass die Zuwanderer meist mehr vom Land gesehen haben, als die Einheimischen. Unter anderem zeigten sie uns richtiges Running-Sushi. Nicht mit Kellnern aus Korea, oder China, die weder Japanisch sprechen, noch wissen wie die Gerichte genau heißen. So, wie es eigentlich auch überall sonst auf der Welt sein sollte. Wir nahmen zu 4. neben dem typischen Fließband voller vorbeihuschender Sushi-Gerichten Platz. Zumindest war bis hierhin alles, wie wir es von den Sushi-Restaurants bei uns kennen, doch das folgende ist viel cooler, wenn man es vollkommen Ahnungslos ausprobiert. Also wer sich überraschen lassen möchte, der liest den nächsten Absatz besser nicht.

DSCF8873 DSCF8868 DSCF8872Jeder Tisch ist mit einem Wasserhahn, aus dem Heißes Wasser kommt und einem Touchscreen ausgestattet. Durch diesen konnten sogar Japanische Analphabeten wie wir, per Bild bestellen und ich, abgesehen von Corinna, hatte wirklich überhaupt keine Lust auf Sushi. Beim durch-scrollen entdeckte ich Nudelsuppen, Pommes, Kuchen, Reisbälle mit kleinen Fleischstückchen und noch vieles mehr. Es gab so eine große Auswahl, dass sogar ich meinen Spaß daran fand. Wenige Minuten nach meiner Bestellung begann ich mich zu fragen, wie das Essen denn ohne Bedienungen zu mir kommen soll. Genau in diesem Moment kam neben mir ein langes Rennauto mit 2 Tellern angerast. Ihr könnt euch meinen Blick sicher vorstellen, als meine Bestellung per Express zugestellt wurde. Das war das coolste Überhaupt. Keine Bedienung rennt dauernd hin und her und alles kommt ohne Umweg direkt aus der Küche. Was kommt als nächstes? Ein Hubschrauber, der Getränke bringt?

DSCF8879 DSCF8876DSCF9701DSCF9702-1 <a href="http://www.erlebediewelt.com/wp-content/uploads/DSCF8877 le viagra d.jpg“>DSCF8877DSCF8874Diesen tollen Abend setzten wir anschließend in der Wohnung mit Sake, Bier und selbstgemachtem Japanischem Pflaumenwein fort.

DSCF8855 (2)DSCF8854

DSCF8913

In japan sind auf dem Bier sehr viele Steuern. Je höher der Malzanteil, desto höher der Preis. Aus diesem Grund gibt es viele Hersteller, die Bier mit möglichst wenig Malz herstellen und frecherweise „Rich Malt“, oder andere Dinge drauf schreiben.

DSCF8912 DSCF8856Es gab so viel verschiedene Restaurants und Gerichte, die wir probieren wollten, doch leider zu wenig Platz in unseren Mägen. Wir probierten in den nächsten Tagen noch Udon, was nichts anderes ist, wie eine sehr gesunde Fischsuppe mit dicken Nudeln und verschiedenen wählbaren Toppings, wie z.B. ein Ei, Panierter Tofu, gebackene Shrimps, Kartoffelpuffer, ect.

DSCF9897 DSCF9896 DSCF9302DSCF8863 DSCF8862

Und natürlich auch Gyudon – sieht komisch aus, schmeckt aber super. Bestehend aus Reis, bedeckt mit gekochtem Rindfleisch und Zwiebeln. Gegessen wird es in einem Raum, in dem sich eine U-Förmige Bar-Theke befindet. Im inneren läuft die Bedienung herum und sorgt für jede Menge Tee und Wasser. Außerhalb sitzen die Hungrigen Gäste schmatzend nebeneinander.

DSCF9075

Als Nachspeise durfte Wagashi nicht fehlen. Eigentlich zählt es als traditionelle Japanische Süßigkeit, aber in Wahrheit schmeckt sie ganz anders. Corinna´s Worte: „Ich kenne nichts, was so ähnlich schmeckt.“ Probiert es mal aus 😉

DSCF9113-1

Eines abends gingen wir auf dem Weg zum Apartment einen Umweg und landeten in einer Gegend voller Stunden-Hotels. Bryan erklärte, dass es in Japan üblich ist, die Kinder bis sie 10 sind im Bett der Eltern schlafen zu lassen, sodass sie sich einen anderen Platz für die Stunde zu 2. suchen müssen. Wenn ich mir vorstelle, dass jeder das so macht, glaube ich, dass es kein vergleichbares Land gibt, in dem mehr Geschäfft daraus gemacht wird, als hier.

Spielhalle

Zwischen 2 Hotels befand sich auf einmal eine große längliche Halle. Wir konnten uns nicht vorstellen, was sich darin befinden sollte und öffneten die Türe. Fluch der Karibik Musik erklang und wir liefen durch einen kleinen Dschungel bis zu einer weiteren großen Türe. Als wir diese öffneten, konnten wir unseren Augen nicht glauben. Eine riesige Spielhalle in dem Land, welchem Glücksspiel mit Geldgewinn verboten ist. Egal, wo wir hin gingen, das laute Geklimper der Automaten war allgegenwärtig. Es übertönte die Musik aus dem lautsprecher und teilweise sogar unsere Stimmen.

Teigan fand ein paar Spielmünzen auf dem Boden und war sie in einen der Automaten. Kennt ihr die, bei denen eine Schaufel vor und zurück geht und immer haarschaft die Münzen nicht runter wirft? Genau so einer war es und es bewegte sich so viel, aber nichts fiehl runter. Jedenfalls begannen wir uns auf die Suche nach weiteren Münzen zu machen und fanden dabei an die 50 unter anderen Automaten. Zu unserem Glück scheinen sich die Leute wenig darum zu kümmern, wenn etwas auf den Boden fällt. Wir verspielten alles sofort wieder, wobei man bedenken muss, dass es sowieso keinen Gewinner gibt, bzw. ein Feuerzeug etc. für uns keinen Gewinn darstellt 😉

DSCF8893

Nach den vielen Eindrücken wollten wir Bryan und Teigan mit einer Typisch Österreichischen Speise bekannt machen. Mal ehrlich, was gibt es besseres, als Schnitzel & Salat? Am nächsten Tag gab es dann noch Kaiserschmarren mit Apfelmus.
DSCF8849 DSCF8916

Und so wurden auch wir mit einer heimischen Kost bekocht. Dieses leckere Gericht heißt Nabe. Es gibt verschiedene Arten davon, aber dieses war mit Miso

In einem elektrischen Topf befindet sich Suppe, die zusammen mit Fleischbällchen, Karotten, Champignon, Tofu, und weiteren Zutaten erhitzt wird. Was dabei herauskommt wird auf 4 Teller verteilt und sorgt für den absoluten Vitaminschub.

Onsen

Zwischen dem vielen Essen nahmen wir uns auch wieder die Zeit etwas zu unternehmen. Hier wurde Corinna von Teigan begleitet und ich trank in der Zwischenzeit mit Bryan ein Bier. Das Onsen ist ein Traditionelles Schwimmbad in dem Frauen und Männer getrennt und vollkommen ohne Kleidung baden. Es verfügt über eine heiße Quelle und hat Temperaturen zwischen 40 und 42 Grad. Während man sich bei uns vor dem Bad lediglich abspült, ist es in Japan üblich, sich vorher gründlich mit Seife zu waschen und das Bad sauber zu betreten. Die Nacktheit stellt aufgrund der Geschlechtertrennung keinerlei Problem für die Leute dar. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass die meisten Japaner alles mit Haaren bedecken 😉

Translate »