Istanbul

Nadine und ich beschlossen, nach 10 Jahren „bester Freundschaft“, endlich unsere erste gemeinsame Städtereise zu unternehmen.

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Schon die Planung fiel uns schwer, denn wir konnten uns einfach nicht entscheiden, welche Stadt wir gerne bereisen würden. Nach langem Hin und Her ist unsere Entscheidung auf Istanbul gefallen. So buchten wir den Flug inkl. Hotel sehr günstig über deinreisescout.at und die Reise konnte losgehen. In Istanbul angekommen, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel. Für alle öffentlichen Verkehrsmittel, egal ob Tramvay (Straßenbahn), Marmaray (U-Bahn), Tünel (Nostalgische U-Bahn) etc. gibt es die Istanbulkart, eine Art Guthabenkarte für den Öffentlichen Verkehr. Erhältlich und aufladbar ist sie an allen größeren Bahnhöfen, Schiffsanlegestellen sowie auch am Flughafen Atatürk. Das Tolle an der Karte ist, dass man keine Einzelfahrscheine mehr kaufen muss, sondern einfach die Karte mit entsprechendem Guthaben auflädt und der jeweilige Betrag wird dann im gewählten Verkehrsmittel an einem Automaten abgebucht.

Am Hotel angekommen checkten wir erstmals ein und bezogen unser Zimmer.

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Anschließend holten wir uns noch Infos bzw. Tipps für unseren Aufenthalt, allerdings nur so viele wie unsere Englischkenntnisse hergaben und wir verabschiedeten uns freundlich von dem Herrn an der Rezeption. Dieser meinte dann nur: „Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Istanbul und einen schönen Tag“. Anfangs waren wir einfach nur sprachlos und mussten dann schmunzeln, als er uns erzählte, dass er ein Bayrische Türke wäre. Wir hatten ein echt schönes, zentral liegendes, sauberes Hotel mit Dachterrasse im Stadtteil Sultanahmet.

Istanbul kann man sehr gut zu Fuß erkunden, da man sich recht schnell zurecht findet. Wir starteten unsere meisten Ausflüge von Eminönü aus, einem Stadtteil der zu Fuß ca. 10 Minuten von unserem Hotel entfernt war.
Wir entschlossen uns spontan, an diesem ersten Tag, ein wenig durch die Stadt zu laufen, um erste Eindrücke zu bekommen und das schöne Wetter zu genießen. Und so liefen wir an der Bosporusküste entlang bis zu der Galata Brücke. Am Abend setzten wir uns noch gemütlich an den Hauptplatz vor der Hagia Sophia und der Blauen Moschee und genossen die restlichen Stunden mit einem leckeren Simit, einem Hefeteiggebäck mit Sesam.

Sehenswürdigkeiten

Büyük Camlica

Aufgrund des schönen Wetters wollten wir auch die Asiatischen Seite Istanbuls besuchen. Dazu fuhren wir, von Eminönü aus, mit einem Boot über den Bosporus. Am Hafen in Üsküdar angekommen, fuhren wir dann mit einem Bus in die Stadt hinein, da wir unbedingt auf den Büyük Camlica wollten, eine Art „Berg“ bzw. Aussichtsplattform. Wir stiegen an einer Haltestelle aus, von der wir dachten, dass sie in dessen Nähe liegen musste und haben dann zu Fuß noch eine halbe Weltreise irgendwo durch Straßen Istanbul gemacht, bis wir endlich angekommen waren. Begeistert von der Aussicht und einem gemütlichen Platz in der Sonne verging der Nachmittag leider sehr schnell. Wir fanden es richtig toll, dass dieser Aussichtspunkt nicht so überlaufen war wie andere Plätze und wir eigentlich die einzigen „richtigen“ Touristen waren. Bei der Rückfahrt mit dem Bus, erlebten wir dann unser nächstes tolles Erlebnis. Als ich im Bus den Fahrtpreis am Automaten abbuchen wollte, machte das Gerät nicht den üblich Piep-Ton. Da wir der türkischen Sprache nicht mächtig waren, verstanden wir nicht was uns der Busfahrer sagen wollte. So setzten wir uns einfach auf einen freien Platz und fuhren weiter. Noch mit der Karte in der Hand, dämmerte es mir und ich fing laut an zu lachen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich anstatt der Istanbulkart unsere Hotel-Zimmer Karte hingehalten habe. 😛

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Bosporus-Fahrt

Eine Fahrt auf dem Bosporus muss man einfach gemacht haben. Egal an welcher Stelle man sich am Bosporus aufhält, überall wird geangelt und man hat einfach eine tolle Sicht auf die vielen Boote bzw. Schiffe die den Bosporus überqueren. Wir haben uns einen Nachmittag lang mit einem Simit ans Ufer gesetzt und die Fischer und Boote beobachtet. Ganz touristisch kann man auch eine längere Bosporus-Tour buchen, jedoch genügte es uns die einzelnen Häfen abzufahren, denn dies kostete deutlich weniger als eine komplette Rundfahrt.

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Dolmabahce-Palast

Der Dolmabahce-Palast liegt direkt am Ufer zum Bosporus und wird, wenn nicht gerade für offizielle Staatsbesuche genutzt, hauptsächlich von Besuchern besichtigt. Der Palast an sich ist sehr schön anzusehen und echt riesig. Wir würden den Besuch des Palastes auf jeden Fall empfehlen, jedoch muss die Führung durch das Harem-Haus nicht unbedingt sein.

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Taksim Platz / Gezi Park

Der Taksim Platz ist ein zentraler Platz in Istanbul an den sich im Norden der Gezi-Park anschließt. Der Gezi Park ist der letzte größere Park in der Innenstadt, den man im Jahr 2013 durch ein Einkaufszentrum ersetzten wollte. Mit dem Wissen über die Proteste 2013 wollten wir uns diesen Park ansehen und haben gemütliche Stunden darin verbracht.

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Istiklal Caddesi

Die Istiklal Caddesi ist wohl eine der bekanntesten Straßen in Istanbul. Die Istiklal ist eine Fußgängerzone die sich über ca. 3 km erstreckt. Während sie tagsüber als Einkaufsstraße dient, wird sie abends zum Zentrum des Istanbuler Nachtlebens.

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Tünel

Der Tünel ist eine unterirdisch verlaufende Standseilbahn in Istanbul und gilt zugleich die zweitälteste U-Bahn der Welt.

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Galata Turm

Ist einer der ältesten Türme in Istanbul und dient mittlerweile als Aussichtsplattform. Natürlich haben auch wir ihn besichtigt und eine wunderbare Aussicht über den Bosporus und die Stadt genossen.

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Hagia Sophia

Die Hagia Sophie ist das wohl bekannteste Gebäude in Istanbul. Ursprünglich wurde sie nicht als Moschee, sondern als Kirche erbaut und hatte den Namen Sophienkirche. Inzwischen wurde sie in ein Museum umgewandelt und wir haben uns mittels einer Audiotour, die auch auf Deutsch verfügbar war, 2 Stunden lang mit ihr beschäftigt.

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Yerebatan Zisterne / Cisterna Basilica

Die Yerebatan Zisterne ist ein unterirdischer Wasserspeicher und wird auch versunkener Palast genannt. Unten angekommen waren wir sofort überwältigt. Die Säulen der Zisterne werden mittels Lichtspielen in Szene gesetzt und aus Lautsprechern ertönt leise klassische Musik. Für Nadine war die Zisterne eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten.

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Kapalicarsi Baras / Großer Basar

Ist eine überdachte Markthalle im alten Stadtteil von Istanbul. Der Basar ist sehr gut besucht und für uns fast schon zu Touristisch. Als Alternative würden wir den Ägyptischen Basar vorschlagen, da dieser einfach weniger besucht und übersichtlicher gestaltet ist.

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Sultan-Ahmed-Moschee / Blaue Moschee

Die Blaue Moschee ist eines der größten Islamischen Gotteshäuser in Istanbul. Mit angemessener Kleidung, kann die Moschee beinahe an jedem Tag besichtigt werden. Unser Hotel lag nicht weit entfernt von der blauen Moschee, worauf wir echt täglich daran vorbei gelaufen sind. Unser Flieger ging am Freitag Nachmittag und so war geplant, dass wir Freitag Morgens noch die Blaue Moschee besichtigen wollten. Leider standen wir um 09:00 Uhr vor verschlossenen Türen, da Freitag der Gebetstag war und die Moschee deshalb erst ab 15:00 wieder für Besucher zugänglich war. Wir müssen deshalb gestehen, dass wir die Blaue Moschee nicht von innen sahen, was uns ein wenig geärgert hatte. Jedoch wäre dies mit Sicherheit ein Grund wieder nach Istanbul zu reisen.

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Essenstipps

Fuego – Restaurant & Cafe
Unser Absoluter Geheimtipp. Wer wirklich gut essen will, stattet diesem Restaurant einen Besuch ab. Als „Starter“ bekommt man Fladenbrot mit Humus. Nach diesem „Ersten Gang“, der so lecker war, dass wir schon fast keinen Hunger mehr hatten, bekamen wir unsere Hauptspeise. Wir hatten einmal eine vegetarische Variante der gefüllten Auberginen und einmal sogenannte Manti, kleine mit Hackfleisch gefüllte Ravioli, mit einer Chili-Butter-Sauce bestellt. Dieses Essen war einfach nur Klasse.

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Cigdem Pastanesi

Auch dieses kleine Cafe ist eine absolute Reise wert. Täglich daran vorbeigelaufen, hatten wir uns dann abends mal eine richtig leckere Torte gegönnt. So bewegt und fasziniert von der ersten Torte sind wir am nächsten Tag nochmals und probierten wieder eine Torte und tranken dazu Cay, wie üblich in der Türkei.

Hardrock Cafe

Wie schon üblich auf unseren Reisen, waren wir auch in Istanbul im Hardrock Cafe. Das Cafe wurde erst ein paar Monate zuvor eröffnet und war wirklich modern und schön eingerichtet. Auch das Essen war vorzüglich und kann daher nur weiter empfohlen werden.

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Simit

Dieses Hefegebäck ist einfach super lecker und kann zu jeder Tageszeit gegessen werden. Simit bekommt man bei kleinen mobilen Straßenständen in ganz Istanbul.

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