Valle de la Luna & Muela del Diablo

Valle de la Luna (Mond-Tal)

Nach unserer Rückkehr von der Isla del Sol setzten wir unsere Erkundungstour um La Paz fort. Auf dem Tagesplan stand die Valle de la Luna, worauf wir uns sofort auf den Weg machten. Direkt vor der San Francisco Kirche kommen die Busse zu so gut wie allen Destinationen. Wir beschlossen uns genauso wie die Einheimischen zu verhalten und standen mitten auf die Straße. Die Busse fuhren links und rechts an und vorbei, doch nur so war gesichert, dass wir unseren nicht verpassen 😉

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Die Fahrt dauerte knapp 40 Minuten und endete direkt vor dem Eingangstor. Kaum ausgestiegen lernten wir Shuhei aus Japan kennen und verbrachten den Rest des Tages mit ihm. Er war ein sehr lustiger Kerl und reiste mit einer Geschwindigkeit, wie wir es uns nicht vorstellen konnten.

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DSCF4698 DSCF4741DSCF4700DSCF4694 DSCF4708-1Laut Wikipedia entstand das Tal durch starke Regenfälle und Temperaturschwankungen, wodurch der Lehmboden abgetragen wird und diese bizarren Gebilde entstehen. Die ganze Gegend war sehr porös. Die Sonne blendete so, dass die Formationen auf den ersten Blick, wie Steinformationen aussahen. Allerdings handelte es sich um staubtrockenen Lehm, der sofort weg brach, sobald man ihn berührte. Kaum zu glauben, dass die 2 von Menschen errichteten Pfade seit langem bestehen. Wir liefen ca. 1,5 Std. herum und bekamen mehrere schöne Aussichten mit zahlreichen Formationen zu sehen. Manchmal befanden sich viele Meter tiefe Löcher direkt neben den Weg und auch tiefe Gräben. Das Mon-Tal ist auf alle Fälle einen Besuch wert, doch ich empfehle sich im Vorherein über die Geschichte dieses Ortes zu informieren. Vor Ort gibt es nicht ausreichend Informationen darüber. Alles in allem wird nicht mehr, als einen Vormittag dafür benötigt.

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Muela del Diablo – Teufelszahn

DSCF5031DSCF4850In La Paz trafen wir etwas später auf die junge Schweizerin, Alexandra. Als wir ihr von unserer Wanderung am nächsten Tag auf den Muela del Diablo der auf einer Höhe von 3825 m liegt, erzählt haben, entschied sie sofort uns zu begleiten. Früh morgens machten wir uns auf die Suche nach einem Bus, der uns in die Nähe vom Friedhof in San Pedregal bringt. Von dort aus sollte es laut Recherchen im Internet 1 Stunde bis zum Ziel gehen. Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass immer wieder die Rede von einer Kreuzung war und lediglich gesagt wurde „Zum Glück entschieden wir uns für die richtige Abzweigung“, doch nirgends welche das ist. Auch wir können hier von Glück reden, denn ein Einheimischer überholte uns und verriet uns den Weg. Es ist der rechte 😉 Trotzdem hatten wir dabei Irgendwie ein komisches Gefühl, denn es zog sich sehr in die Länge. Nach einer Weile und den steilsten stutz hinter uns sahen wir einen leeren Kipplaster die Straße hoch fahren. Mit der Hoffnung, dass sie uns mitnehmen, fing ich sofort an zu winken. Der Fahrer blieb prompt stehen und ließ uns aufsitzen.

DSCF4854 DSCF4872DSCF4883Aus einer etwas anstrengenden Wanderung wurde eine Vergnügungsfahrt. Jetzt konnten wir die Aussicht, sitzend auf dem Kipper über Fahrerkabine, die einer Achterbahnfahrt glich, zur Gänze genießen. Die Straße wurde immer schlechter und der Laster musste immer wieder tiefen löchern ausweichen. An einem kamen wir nicht vorbei, sodass wir abstiegen und mit Schaufeln dabei halfen, die Weiterfahrt zu ermöglichen. Somit war das Erlebnis komplett. Wir hatten viel Spaß, Hammer Aussicht, Aktion reiche Fahrt, sportliche Betätigung und dem Fahrer, sowie späteren Passanten die Durchfahrt ermöglicht. 😉

Kipplaster

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Wenige Meter vor dem Muela del Diablo sprangen wir ab und liefen / kletterten das letzte Stück hinauf. Eine einheimische empfahl uns am Vortag noch unten zu bleiben, weil der Aufstieg zu gefährlich wäre, aber das Gefühl hatte keiner von uns. Es ging zwar ordentlich tief rauf & runter, sollte man an der falschen Stelle abrutschen, aber wir wussten ja, worauf wir uns einlassen.

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Oben angelangt wurden wir mit einem Rundumblick über La Paz und zahlreichen Bergen belohnt. Direkt unter dem Berg befindet sich ein kleines Dorf mit frei laufenden Eseln, Kühen und auch Schweinen. Diesen Aufstieg können wir jedem wärmstens empfehlen. Bis auf den Transport waren wir die ganze Zeit über alleine unterwegs und konnten die Natur genießen.

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DSCF4949Ein kleiner Tipp für Kletterer: Der Muela del Diablo gleicht einem heruntergefallenem Zahn mit 4 Wurzeln. Die Legende besagt, dass es vor der Entstehung der Menschheit einen Kampf zwischen Engel und Dämonen gegeben hatte. Einer der Erzengel verpasste dem Dämon einen Kinnhacken und dadurch verlor er den zahn, der Heute bestiegen werden kann. Laut Einheimischen bewohnen Elfen heute den Berg und es gibt Zeugnisse über vermisste Personen. An der höchsten Stelle der Wurzeln befinden sich Bohrhaken. Es ist möglich die 15 Meter rauf zu klettern und einen noch besseren Ausblick zu bekommen. 😉

Nach einer langen gemütlichen Pause und einer kleinen Stärkung ging es wieder retour nach La Paz.

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